Drohnen – Welche passt zu mir?

Das Thema Drohnen ist unglaublich umfangreich. Vor allem Anfänger, welche wirklich gar keine Ahnung von Drohnen haben verlieren hier sehr schnell den Überblick. Grundlegend lassen sich Drohnen in drei verschiedene Kategorien einteilen. Es gibt natürlich noch mehr, aber diese drei sind für private Nutzer die wichtigsten:

-Video-/Fotodrohnen

-FPV-Drohnen bzw. FPV Copter

-Nutzdrohnen

Ich werde euch hier jetzt die Grundlagen der Drohnen erklären und vor allem auf die ersten beiden, also Video-Fotodrohnen und FPV-Copter eingehen. Nutzdrohnen fallen doch schon wieder eher in den gewerblichen/professionellen Bereich.

Video-/Fotodrohnen

Bei Video-/Fotodrohnen gibt es wiederum einige verschiedene Unterkategorien. Hier fängt es beim Spielzeug ab 20 Euro an und endet bei Drohnen wie der DJI Mavic Pro 2, welche schon deutlich im vierstelligen Bereich liegen und Kameras an Board haben, die Kinoreife Aufnahmen machen können. Natürlich ist das erste Kriterium hier, dass Budget. Mit einem Budget von nur 100 Euro wird man keine vernünftige Drohne bekommen, welche wirklich gute Aufnahmen machen kann.

Allerdings bekommt man für die erwähnten 100 Euro schon Drohnen die einem wirklich Spaß machen können! Fliegen lernen sollte man eventuell eh besser am Simulator oder mit einer günstigen Drohne, da man nicht unbedingt hunderte von Euro in den Acker setzen möchte. Ich zeige euch hier jetzt erstmal ein paar Beispiele und gehe dann genauer auf diese ein.

Drohnen der „Spielzeug“ Klasse

Flymax 2 Wifi Drohne
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Spielzeug Drohnen können auch gut fliegen, sind aber bei weitem nicht so hochwertig verarbeitet.

Über den oben stehenden Link kommt ihr auf die Seite der „Flymax 2 Drohne“. Diese ist eine Drohne in der Spielzeug Klasse. Was bedeutet „Spielzeug Klasse“ eigentlich? Dies behandelt vor allem den Aufbau der Drohne. Wird hierbei viel auf günstiges Plastik gesetzt und bei den Motoren auf Getriebe, kann man davon ausgehen, dass es sich um eine Drohne dieser Klasse handelt. Das muss nicht unbedingt bedeuten das diese Drohnen schlecht fliegen. Allerdings gibt es natürlich Nachteile gegenüber einer Drohne mit Brushless Motoren. Die Kraft der Spielzeug Drohnen ist natürlich sehr begrenzt. Dies bedeutet natürlich auch, dass diese Drohnen keine schweren Gimbals und Kameras stemmen können. Womit wir dann auch zum zweiten Schwachpunkt der Drohnen dieser Klasse kommen.

Kameras der „Spielzeug Drohnen“

Viele der preisgünstigsten Kategorie, haben auch Kameras verbaut. Diese werden auch oft mit 720p oder sogar 1080p beworben. Hierbei sollte man aber beachten, dass man von einer Drohne, welche keine 50 Euro kostet und eine Kamera mit an Board hat, keine wirklich tollen Aufnahmen erwarten kann. Was bedeutet das genau? Diese Drohnen haben wirklich 720p oder 1080p Kameras verbaut, welche aber eine wirklich schlechte Bitrate besitzen. Das heißt man kann zwar mal einen Schnappschuss oder eine kurzes Video damit aufnehmen, der nächste große YouTuber wird man damit aber vermutlich nicht werden. Hierfür muss man schon deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Und damit kommen wir auch schon zu nächsten Klasse der Drohnen.

Mittelklasse Drohnen

FIMI X8 SE 2020

Version 2020




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Die Xiaomi FIMI SE ist eine absolute Top Drohne im mittleren Preis Bereich!
Die Xiaomi FIMI SE ist eine absolute Top Drohne im mittleren Preis Bereich!

Die nächste Klasse der Drohnen ist dann die Mittelklasse. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ab einem gewissen Preis machen Drohnen einen absoluten Schuss nach oben und verbessern sich enorm. Diese Klasse bietet auch das beste Preis/Leistungsverhältnis. Ich denke hier werden sich die meisten Piloten wohl fühlen. Egal ob Neuling oder Fortgeschrittener. Diese Klasse bietet Leistungsstarke, effiziente und langlebige Brushless Motoren, GPS, verschiedene Modi um spezielle Aufnahmen zu machen und weitere tolle Features!

Das, meiner Meinung nach, beste Beispiel dieser Klasse ist die Xiaomi FIMI SE. Die FIMI bietet, neben einer enorm langen Flugzeit und einer sehr hohen Reichweite, eine tolle Kamera, welche Problemlos Aufnahmen in 4K machen kann, welche dann auch wirklich brauchbar sind. Diese Aufnahmen bieten dann sogar noch Spielraum für die Nachbearbeitung. Hinzu kommt das in dieser Klasse die meisten Drohnen einen 3-Achsen Gimbal verbaut haben. In dieser Klasse sind schon die meisten Drohnen faltbar und dadurch so klein, dass sie in nahezu jeden Rucksack passen.

Auch bei den Fernsteuerungen in dieser Klasse gibt es enorme Updates. Das bedeutet man hat jetzt richtige Gimbal verbaut. Bei der günstigeren Klasse, wird mehr auf Joysticks gesetzt, wie wir sie zum Beispiel von Spielkonsolen kennen. Durch diese besseren Gimbal, kommt eine höhere Auflösung und eine deutlich höhere Genauigkeit zustande. Jeder der beides schonmal geflogen ist wird das so bestätigen können. Vor allem ist in meinen Augen aber auch interessant das die Übertragung auf die Fernbedienung deutlich besser und weitreichender ist. Natürlich darf man in Deutschland immer nur in Sichtweite fliege, aber eine stärkere Verbindung ist in meinen Augen immer sinnvoll, da sie mehr Sicherheit bietet.

Oberklasse Drohnen

DJI Mavic Pro 2

Drohne




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Geht es um die Oberklasse, kommt man an DJI und damit der an der Mavic 2 Pro kaum vorbei
Geht es um die Oberklasse, kommt man an DJI und damit der an der Mavic 2 Pro kaum vorbei

Und nun kommen wir auch schon zur Oberklasse der Drohnen. Zur „Crème de la Crème“ wenn man so möchte. Hierbei handelt es sich um Drohnen, welche schon am Rande der Professionalität wandeln. Sie sind mit enorm guten, fast Kinoreifen Kameras ausgestattet und machen Aufnahmen welche sich im Nachhinein nahezu problemlos komplett bearbeiten lassen. Außerdem werden die Aufnahmen im „RAW-Format“ gespeichert. Das „RAW-Format“ bietet bei professionelleren Aufnahmen sogar noch die Möglichkeit, noch mehr aus den Aufnahmen raus zu holen. Als Beispiel möchte ich hier die DJI Mavic Pro 2 aufführen. Mit fast 2000 Euro natürlich nicht gerade ein Schnäppchen, aber auf jeden Fall, jeden Cent wert. Die Kamera der DJI Mavic Pro 2 ist eine aus dem Hause „Hasselblad“. Diese ist ihren Konkurrenten dieser Klasse nochmal einen Stich voraus, da sie auf jahrelange Erfahrungen gebaut ist. Insgesamt bietet die DJI Mavic 2 Pro in der Oberklasse vermutlich die Speerspitze aller DJI Drohnen.

Von der Videodrohne zum FPV

Um FPV wirklich zu Verstehen, sollte man erstmal wissen was FPV überhaupt bedeutet. FPV steht für „First Person View“. Man fliegt die Drohne also mit einer Videobrille, welche einem das Gefühl vermittelt in der Drohne zu sitzen. Das sorgt dafür, dass man nicht umdenken muss und immer so steuert als würde die Drohne von einem weg fliegen. Aber auch hier gibt es einige Unterschiede. Die FPV Klasse lässt sich auch grob in drei Kategorien gliedern. Es gibt Racing, Freestyle und Cinematic. Diese drei Klassen benötigen unterschiedlich aufgebaute Copter um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen.

FPV Racing Copter

Diatone GT-M530
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FPV-Copter, welche auf Racing ausgelegt sind, sind klein, leicht und haben viel Power!

Racing Copter haben vor allem eines. Ein enormes Leistungsgewicht. Bei einem möglichst niedrigem Abfluggewicht(AUW = All Up Weight), wird bewusst auf HD-Kameras verzichtet um möglichst schnell und wendig zu sein. Neben diesem geringen Gewicht, setzt man auf einen unten montierten Akku. Dieser führt dazu, dass in Kurven das Gewicht des Akku’s dafür sorgt das man noch schneller um die Kurve kommt. Hierbei ist es auch nicht zu 100% so wichtig wie der Copter fliegt, wie es zum Beispiel bei den beiden anderen Kategorien der Fall ist. Geflogen wird durch aufgebaute Tracks. Diese werden mit sogenannten Gates abgesteckt um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Seit Mitte 2019 ist es nun auch so, das meistens vertikale Rahmen genutzt werden. Diese haben eine deutlich höhere Steifigkeit als es bei normalen Rahmen der Fall ist und erzeugen so noch mehr Druck in die gewünschte Richtung. Diese Copter sind aber nicht dafür gedacht schöne Aufnahmen etc. zu machen. Da kommen wir eher in den Freestyle/Cinematic Bereich.

FPV Freestyle Copter

iFlight Nazgul 6S
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Freestyle Copter haben viel Leistung aber auch ein hohes Gewicht. Sie fungieren in aller erster Linie als GoPro Träger

Nachdem wir nun die „Racer“ vorgestellt haben, kommen wir nun zu den sogenannten „Freestyle Coptern“. Wie der Name schon vermuten lässt, sind diese nicht auf Racing ausgelegt sondern auf Freestyle. Freestyle ist die etwas künstlerische Art zu fliegen und seinen Flug dabei mit einer GoPro oder ähnlichen kleinen Actionkamera auf zu nehmen. Diese werden dann auf Plattformen wie YouTube oder Airvuz hoch geladen. Hier gibt es auch wieder unterschiedliche Stile. Von langsamen, vor allem auf die Landschaft beschränkten Aufnahmen bis hin zu schnellem und „snappy“ genannten Freestyle ist alles dabei. Diese Copter sind deutlich schwerer als die oben genannten Racer. Sie tragen eine GoPro und haben eher einen längeren Körper mit einem in X-Form angelegtem Armdesign. Dieses Armdesign sorgt dafür das der Copter sehr stabil und möglichst ohne Vibrationen fliegt, damit die Aufnahmen auch brauchbar sind. Je nach Rahmendesign und Kamerawinkel kann es aber durchaus sein, dass Propeller im Videobild zu sehen sind. Das stört bei Freestyle aber die wenigsten.

FPV Cinematic Copter

Diese Art der FPV Copter sind darauf ausgelegt schöne Aufnahmen zu machen. Diese sollen, wie der Name schon sagt, Kinoreif sein. Dafür ist es wichtig keine Propeller im Sichtfeld der HD-Kamera zu haben und eine relativ lange Flugzeit bei einer trotzdem sehr hohen Geschwindigkeit zu ermöglichen. Oft verbauen Piloten hier auch GPS, da sie eine größere Entfernung zurück legen müssen um als Beispiel auch mal Motorrädern oder Autos zu folgen. Das verbaute GPS sorgt dafür das man zurück „nach Hause“ findet oder im Falle eines Crashs den Copter wieder finden kann. Was Motoren betrifft setzen alle drei Kategorien auf ähnliche Motoren. Hier wird je nachdem was für Akkus (vor allem 4S und 6S) man fliegen möchte und welche Propellergröße gewünscht ist entschieden. Die Thematik FPV ist unheimlich groß. Diese geht natürlich auch noch bei FPV-Nurflüglern und anderen via FPV gesteuerten Flugzeugen weiter. Wir werden euch in Zukunft immer tiefer in diese Thematik entführen.

iFlight Green Hornet (Cinewhoop)
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Cinematic Copter können sehr verschieden aussehen. Ein Beispiel sind die sogenannten „Cinewhoops“

Welche Drohnen ist denn nun die richtige?

Nun ja, das kommt darauf an was du damit genau machen möchtest. Für Landschaftsbilder, Urlaubsfotos und Selfies, reicht eine Drohne im günstigeren Bereich absolut aus. Hierbei solltest du darauf achten das die Drohne selber die Position hält und somit nicht weg driften kann.

Möchtest du allerdings etwas professionellere Aufnahmen machen musst schon etwas mehr Geld in die Hand genommen werden. Drohnen wie die Xiaomi FIMI SE sind absolut super für Heimvideos, Aufnahmen des eigenen Hauses und vielleicht auch mal den ein oder anderen Schnappschuss für Freunde und Bekannte. Möchtest du hier allerdings wirkliche Top Aufnahmen mit RAW-Dateien und unglaublicher Bearbeitungsvielfalt haben, macht es eventuell Sinn für dich einige hunderte Euro mehr in die Hand zu nehmen und auf ein aktuelles DJI Produkt oder vergleichbares zu setzen. Diese sind, auf gut deutsch gesagt, Idiotensicher und können sogar von Kindern gesteuert werden, da sie anhand von Sensoren, GPS und Kameras Crashs, Fly-Away’s und Verletzungen vermeiden.

Möchtest du allerdings High-Speed Aufnahmen mit besonderen Blickwinkeln machen. Oder auch mal einen Sportwagen oder ein Motorrad aufnehmen, solltest du dich im Bereich des FPV umsehen. Hierbei solltest du aber beachten, dass FPV mit einer langen Lernkurve verbunden ist. Niemand nimmt den Copter in die Hand und fliegt wie ein junger Gott. Es gibt keine Sensoren, keine Hilfen und keine Stabilisierungen. Alles machen deine Finger und dein Können. Das mag für einige abschreckend klingen, für die, die sich die Arbeit aber machen, ermöglicht sich ein Hobby, welches die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt.

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